Drohen sind schon heute in vielen Bereichen der Wirtschaft im Einsatz. Nun legt die die Deutsche Flugsicherung (DFS) gemeinsam mit der dem Drohnenhersteller Droniq den Grundstein für einen raschen Ausbau des Drohenmarktes hierzulande. DHL hat kürzlich angekündigt bereits 2022 erste Frachtdrohen auf der mittleren Meile einsetzen zu wollen. Zusammen mit dem Partner Dronamics will der Logistiker schon bald bis zu 4000 Frachtdrohnen in der Luft haben.

Im Hamburger Hafen hat die Zukunft bereits begonnen: Seit kurzem erprobt die Deutsche Flugsicherung (DFS) dort das europäische Konzept „U-Space“ als Grundlage für den Ausbau der gewerblichen Drohnennutzung. Die DFS plant gemeinsam mit dem Partner Droniq eine Art eigenes Verkehrssystem für Drohnen. So sollen Drohnenflüge künftig mit dem bemannten Luftverkehr optimal koordiniert werden können. Das Konzept für U-Space stammt von der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA, das alle EU-Mitgliedsstaaten bis Anfang 2023 umsetzen sollen.
Zur Erprobung unter Realbedingungen hat die DFS nun, gemeinsam mit ihrer Tochter Droniq, am Hamburger Hafen einen „U-Space“ eingerichtet. Der Realtest wird vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt und hat ein Volumen von rund einer Million Euro.

Verkehrsminister Scheuer: „Voraussetzungen für das Verkehrssystem der Zukunft“

„Wir starten in Hamburg das deutschlandweit erste Testfeld für einen Drohnen-Luftraum und schaffen die Voraussetzungen für das Verkehrssystem der Zukunft. Im U-Space-Reallabor testen wir in der Praxis, wie Drohnen und perspektivisch auch Flugtaxis sicher und intelligent in den Luftraum integriert werden können. Gerade für die Logistik, als Unterstützung für Rettungskräfte oder für die Versorgung des ländlichen Raums sind Drohnen eine saubere, schnelle und smarte Mobilitätslösung“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer.
Das BMVI will so nach eigenen Angaben den Boden für das Einrichten weiterer U-Spaces in Deutschland bereiten und den Einsatz von Drohnen fördern.
Drohen sind schon heute aus dem Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken: Sie inspizieren Baustellen und Ackerflächen oder werden für Transportaufgaben genutzt. Bislang jedoch gibt es für Drohenflüge langwierige Fluggenehmigungsprozesse, die besonders in Regionen mit dichtem Drohnenverkehr nicht immer umsetzbar sind. Um rentabel zu sein, müssen Drohnenflüge rasch und unkompliziert durchführbar sein.

Räumlich abgegrenzter Luftraum für Drohnenflüge

Der U-Space soll dieses Dilemma lösen. Künftig sollen Drohnen in einem räumlich abgegrenzten Luftraum nach speziellen Regeln und Verfahren fliegen dürfen. So wird auch eine klare Abgrenzung zum Luftraum für Verkehrsflieger erreicht und Drohnenflüge können schnell, sicher und ohne langwierige Genehmigungen stattfinden. Das gilt selbst dann, wenn sich die Drohnen außerhalb der Sichtweite des Piloten befinden, was bislang ein Problem ist.

„Durch den U-Space lässt sich künftig auch im urbanen Raum das volle Potential der Drohne in einem vorgegebenen Rahmen nutzen. Für den unbemannten Flugverkehr ist das ein Meilenstein. Wir sind stolz darauf erstmals zu zeigen, wie diese Zukunft aussehen kann“, erklärt Droniq-Chef Jan-Eric Putze.

Wie die DSF Drohenflüge regelt

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat für den U-Space einen speziellen Anforderungskatalog festgelegt. Darin sind sowohl technische, als auch prozessmäßige Regelungen für Drohnenflüge fixiert. Außerdem sind in dem Regelwerk auch die für eine sichere und zuverlässige Durchführung nötigen Organisationen und Aufgaben definiert.
Nach den Vorgaben sollen die Drohnenflüge im U-Space durch einen sogenannten U-Space-Service Provider (USSP) koordiniert werden. Der USSP wird auch als Ansprechpartner für alle Drohnenpiloten zur Verfügung stehen.

Während des Pilotprojekts in Hamburg wird die Droniq diesen Part übernehmen. Die USSP vergibt die Fluggenehmigungen und unterrichtet die Drohnenpiloten über mögliche Luftraumbeschränkungen sowie die aktuelle Verkehrslage bemannter und unbemannter Flüge. Grundlage für diese Tätigkeit ist das von der DFS entwickelte Verkehrsmanagementsystem für Drohnen (UTM). Es ist das erste in Deutschland zur Verfügung stehende und voll funktionsfähige System dieser Art.

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DSF liefert kombiniertes Luftraumbild für alle Flüge

Die notwenigen Luftraum- und Flugverkehrsdaten für die U-Space-Dienste der Droniq stammen von der DFS. Die Deutsche Flugsicherung fungiert als Single Common Information Service Provider (SCISP).

Zusammen mit den Daten der bemannten Luftfahrt kann die DFS auf diese Weise ein kombiniertes Luftlagebild aller Flugbewegungen erstellen – für bemannte und unbemannte Flüge. Nur so sind sichere Drohnenflüge auch außerhalb der Sichtweite der Piloten möglich. Und das wiederum ist eine zwingende Voraussetzung für effiziente Drohnenflüge.
Mit ihrem Drohnen-Verkehrssystem sei die DFS international sehr gut positioniert und verfüge schon heute über eine Basis für die Integration des Drohnen-Luftraums, sagt Friedrich-Wilhelm Menge, DFS-Technik-Geschäftsführer. Das ermögliche schnelle und unkomplizierte Drohneneinsätze und sei ein wichtiger Schritt in Richtung digitale Luftfahrt, verbunden mit bewährter Sicherheit.

DHL will bereits 2022 mit Drohnenauslieferung starten

Zu den ersten Unternehmen, die Drohnen schon bald im großen Maßstab im Lieferverkehr einsetzen wollen, gehört DHL. Zusammen mit dem Drohnendienstleiter Dronamics will der Logistiker bereits 2022 Drohnenlieferungen auf der mittleren Meile in ausgewählten Branchen und Märkten anbieten.

„Wir erforschen ständig neue Technologien, um unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten, und wir glauben, dass Frachtdrohnen ein Element der nächsten Generation des Transports in der Logistik sein werden. Dronamics ist ein Pionier und Marktführer im Bereich Frachtdrohnen und unsere Zusammenarbeit wird dazu beitragen, Möglichkeiten für dringende, sensible und zeitkritische Lieferungen zu eröffnen“, sagt DHL-Manager Matthias Heutger, Senior Vice President, Global Head of Innovation & Commercial Development.

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